Iran – ein Land voller Geschichte(n), doch am Ende ist es meine eigene Geschichte, die ich schreibe

Meine Inspiration war heute leider nicht allzu hoch – liegt wohl an der Hitze – darum ist aus dem Plan viele Geschichten ueber den Iran zu schreiben nur meine eigene Geschichte im Iran geworden. Vielleicht kann ich manche noch im Blog verewigen, ansonsten muesst ihr mich wohl persoenlich danach fragen 😉

Mehr als zwei Wochen bin ich nun schon im Iran und doch schafft es dieses Land und seine Menschen mich immer wieder aufs Neue zu ueberraschen … Wie viel wusste ich ueber den Iran bevor ich hierher kam? Sehr wenig bis nichts, aber von anderen Reisenden hatte ich schon viel ueber die Gastfreundschaft hier gehoert. Rueckblickend kann ich diese Einschaetzung des Irans nur bestaetigen und sagen, dass die Menschen im Iran die freundlichsten meiner bisher bereisten Laender sind. Ich habe aufgehoert zu zaehlen, wie oft ich auf der Strasse schon „Welcome to Iran“ gehoert habe.

Es ist schwer sonst noch etwas ueber den Iran zu schreiben, denn meine Eindruecke hier sind so vielfaeltig und zahlreich. Aber ich kann mal eine kurze Chronologie meiner Reise geben, damit ihr eine Vorstellung bekommt. Leider laesst es das Internet mit seinen Zensierungen hier nicht zu, dass ich Fotos hochlade, darum muesst ihr euch dieses Mal mit meinen Erzaehlungen begnuegen.

Nach meinem letzten Eintrag habe ich mich am spaeten Nachmittag auf den Weg Richtung Iran und meinem ersten Stop Tabriz gemacht. An der Grenze wurde ich nicht mal nach Alkohol durchsucht, wie ich erwartet hatte, sondern nur von einem Grenzbeamten ueber meine Plaene ausgefragt. Also alles halb so wild – viel schwieriger war dagegen mich an das Autostoppen im Iran zu gewoehnen, da es hier dieses Wort nicht wirklich gibt und oftmals private Autos auch als Taxis zwischen Staedten unterwegs sind. So hat es bis Tehran gebraucht richtig ins Stoppen zu kommen, denn dort hat mir Lukas ein anderer Tramper erklaert, dass er mit einer kurzen Erklaerung in Farsi unterwegs ist und diese den Fahrern zeigt. Seither funktioniert alles ohne Probleme 🙂 Aber zurueck zu meiner Reise – am ersten Tag bin ich mit Hilfe eines Taxifahrers, der mich gratis mitnahm, noch bis Tabriz gekommen. Dort blieb ich dann fuer sechs Tage als Gast bei Alis Familie. Ali habe ich waehrend meiner Zeit in Ankara kennengelernt und wie es der Zufall wollte, war er gerade zu der Zeit im Iran in der ich ankam. Denn eigentlich studiert er gerade in den Amerika und ist nur fuer eine Operation im Iran. Diese erste Woche war ideal um mich in entspannter Umgebung an das neue Land, die neue Sprache und Schrift und vor allem auch die offiziellen und inoffiziellen Regeln hier zu gewoehnen.

Weiter ging es dann in das chaotische Tehran, wo ich im Couchsurfing Haus unterkam und mich mit den anderen Reisenden dort im dunklen Kellergewoelbe ueber unsere Reisen austauschte. Aber auch Tehraner und Tehranerinnen lernte ich auf der Strasse oder in der Metro kennen und wurde spontan auf ein Konzert und eine Gartenparty eingeladen. Dadurch gestaltete sich mein Aufenthalt interessanter als fuer viele andere Reisenden, die diese Stadt verfluchen und so schnell als moeglich das Weite suchen.

Meinen Mitreisenden der letzten Woche Chris lernte ich auch im Couchsurfing Haus kennen und machte mich mit ihm auf den Weg nach Hamedan. Dort etwas abseits der gewoehnlichen Touristenroute durften wir Gaeste beim Couchsurfer Ehsan und seiner Mutter sein. Doch auch unterwegs in den Strassen lernte ich unglaublich freundliche Menschen kennen und am Ende waren es die Erlebnisse in den kleinen Doerfern, die die letzten Tage per Anhalter zu einer besonderen Erfahrung machten und den unscheinbarsten Orten auf der Karte einen Platz in meiner Erinnerung sichern.

Jetzt bin ich in Esfahan, der wohl schoensten Stadt im Iran, aber langsam muss ich mich auf den Weg nach Pakistan machen… Darum muss ich wohl den Sueden ganz auslassen und im Schnelldurchlauf Richtung Osten – vllt. geht sich noch ein kurzer Trip in die Wueste aus, aber die restlichen Schoenheiten des Irans muessen wohl auf den Plan fuer meine naechste Iranreise. In diesem Sinne ende ich hier mit meiner kurzen Geschichte ueber den Iran und hoffe bald einige Bilder hochladen zu koennen.

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